Miriam Houba, Uff da schnerr, Saarbrücker Kneipenportraits (Softcover)


Miriam Houba, Uff da schnerr, Saarbrücker Kneipenportraits (Softcover)

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Miriam Houba

 

 

Saarbrücker Kneipenportraits „Gastronomie- und Kneipenführer gibt es viele, aber nicht so einen wie „Uff da Schnerr“.

Es ist ein richtiges Kunstwerk, was Miriam Houba da in Buchform vorgelegt hat. (...) 18 Szene-Kneipen in St. Johann hat sich die Studentin ausgesucht und mit dem Zeichenstift porträtiert. Das Besondere ist das „Wie“. Schlägt man ihr Buch auf, sieht man auf einer Doppelseite eine Gruppe junger Leute, die sich auf dem Weg zu ihrer Lieblingskneipe darüber unterhalten, was sie auszeichnet und welche Vorzüge und Spezialitäten sie hat. Auf der nächsten Seite sitzt man als Zuschauer quasi mittendrin im Kneipengeschehen. Insider werden nicht nur die Einrichtung, auch den Wirt und Stammgäste trefflich wiedererkennen - und wer genau hinsieht auch Miriam Houba, die ihr eigenes Konterfei mal kleiner mal größer unter die Kneipenbesucher eingeschmuggelt hat. (...) Zeichnerisch orientiert sich Houba an der „ligne claire“, der klaren Linie, ein Stil, den Joost Swarte, der Comic-Zeichner von Tim und Struppi begründet hat. Da gilt es, jeden Gegenstand mit einer durchgehenden, präzisen Kontur zu erfassen. „Jedes Bild ist durchgezeichnet, dabei muss jeder Strich sitzen, man kann nicht korrigieren“, beschreibt Houba die Schwierigkeit. Ausgewählt hat sie die Lokale nach subjektiven Kriterien, danach „ob sie mir gefallen und ob man da freundlich zu mir war“. Und sie sollten zu Fuß erreichbar sein. Bei ihren Recherchen hat auch sie vieles entdeckt. Etwa das Nilles, in dem man Gäste „vom ehemaligen Professor bis zu Leuten mit Schaffschuh-Allergie“ antreffe. „Lass Euch vom Wirt die Hände reichen und jeder sollte unbedingt die Jukebox ausprobiert haben“, empfiehlt sie im Buch. Echte Neu-Entdeckungen für sie waren auch das „summa cum laude“ (früher Route 66), das nur montags geöffnet hat, die Hafenkneipe „Dock IV“ mit ihrem von St. Pauli träumenden Wirt und das „Devil’s place“ am Ostbahnhof, in dem das Personal ehrenamtlich arbeitet und mit dem Erlös junge Rockbands fördert, die dort auftreten. Aber eigentlich sollte man alle Lokale mal ausprobieren, meint Houba. „Wenn die Augen die Spiegel der Seele eines Menschen sind, so sind die Kneipen die Spiegel der Seele einer Stadt“, findet sie. Danach ist Saarbrücken eine besonders seelenvolle Stadt. Houba hat dafür auch eine historische Erklärung: „Die hohe Kneipendichte kommt von der Hüttenkultur, weil die Leute da im Staub arbeiten, müssen sie viel trinken“.

Saarbrücker Zeitung , 13.7.2012

 

Erschienen: Saarbrücken 2012

ISBN: 978-3-930771-76-9

84 Seiten, Format: 21x29cm Softcover, Klebebindung

Weitere Produktinformationen

Seitenanzahl 84
Format 21 x 29 cm
Erscheinungsjahr 2012
Bindungsart Softcover, Klebebindung
ISBN 978-3-930771-76-9

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